Luxemburg

3 05 2009

Nach langer Wartezeit kommt nun endlich der Eintrag zu Andreas Geburtstagstrip nach Luxemburg…

Damit in der Wohnung die Vorbereitungen für die geheime Überraschungsparty für Andrea vonstatten gehen konnten, mussten wir sie natürlich irgendwie aus der Stadt bekommen… :) … also mit Andreas bester Freundin Andrea, um im Folgenden Probleme zu vermeiden nennen wir sie bei ihrem Spitznamen Windy, auf nach Luxemburg…

Wir fuhren also mit dem Auto´chen (Twingo), vom leicht bewölkten Kaiserslautern ins Winterwonderland Luxemburg, und verfuhren uns zumindest auf dem Hinweg nicht ein einziges… mehr oder weniger… mal… Eigentlich sollten dunkle Wolken, eiskalte Luft und Schneefall (es war ja im Dezember) nicht die besten Bedingungen für eine Stadtbesichtigung sein, aber die Stadt war so faszinierend, dass uns die kälte zwar störte wir sie aber hinnahmen.

Die Menschen waren weltoffen und sprachen anscheinend mehr Sprachen als wir alle 3 zusammen, die Geschäfte boten Dinge an, die wir noch nie gesehen hatten, die Stadt lag wunderschön über Täler und Hügel verstreut und sogar die Schneeflocken waren  an diesem Tag perfekt geformt.

Aber seht selbst…

Nur der Weg aus Luxemburg heraus nach Deutschland war schlecht ausgeschildert, weshalb wir uns ganz schön verfahren haben… aber wer will denn da schon weg???

P.S.: Und auch die Überraschungsparty war ein voller Erfolg :)





Die Karte

11 01 2009

Hier gibts jetzt endlich die versprochene Karte unserer Südamerika- Reise… Damit haben wir das ganze jetzt leider abgeschlossen :(   (Achtung Riesenkarte mit vielen Details … braucht etwas länger zum Laden!!!)

sudamerika-karte

Aber das bedeutet natürlich nicht, dass es in der Zukunft keine weiteren Südamerikareisen von uns geben wird ;)

Außerdem kommt bald auch ein Eintrag eines Tages- Trips nach Luxembourg… Bis dann…





Frühling in Cochabamba

7 12 2008

Hallo liebe Leseratten,

Es ist zwar mitlerweile ganz schön spät und wir sind auch schon wieder ne ganze Zeit in Deutschland, aber gerade weil es jetz so kalt und grau ist, wollten wir euch noch mit Frühlingsfotos erfreuen. Diese haben wir kurz vor unserem Abflug Richtung Deutschland gemacht und die zeigen euch mal den perfekten Frühling. Unglaubliche Farben und Formen und das alleine in dem einen Block in dem Andreas Familie wohnt.

Viel Spaß damit und bald gibts dann auch endlich eine Karte von unserer Reiseroute.





Vom Salar bis Oruro

27 10 2008

Der Weg vom Rande des Salar de Uyuni bis Oruro war beschwerlich, obwohl dieses Wort nicht annähernd als Beschreibung ausreicht. Die Strecke würde in Deutschland vielleicht gerade noch eine Chance haben als Wanderweg ausgewiesen zu werden. Und an den paar kleinen und kurzen Stellen an denen es so eine Art Straße gab, musste man nebenher fahren, weil diese so kaputt war, dass die Sandhaufen danneben ein wesentlich angenehmeres Fahren ermöglichten. Für die ca. 250 km brauchten wir dementsprechend auch 6 bis 7 Stunden.

Die Fahrt war also schon ein kleines Abenteuer für sich, aber nebenbei gab es auch noch einiges zu sehen. Zum einen gab es wild lebende Vicunjas in großen Herden, was für uns ziemlich überraschend war, da es sich hierbei um die scheuste und seltendste Lama- Abart handelt. Außerdem sind wir noch an einem riesigen Meteoritenkrater vorbeigekommen, bei dem wir uns schon fragten, wie groß den wohl dieses Geschoss gewesen sein mag, was dieses Loch verursacht hat… reicht da schon ne Handvoll für so ein Loch?…

Oruro erreichten wir dann kurz nach dem sensationellen Sonnenuntergang, den wir vom Auto aus versucht haben festzuhalten. Das Städtchen Oruro (näheres wieder hier) ist sozusagen die Ort der Kindheit Andreas. Sie ging hier in den Kindergarten und besuchte die ersten 4 Klassen der Grundschule und auch Isabel kam hier in den Kindergarten. Nachdem wir am Abend in genau der Pizzeria gegessen hatten in der die Pichts auch schon 10 Jahre zuvor jeden bissen genossen hatten, suchten wir am nächsten Tag natürlich all die Fleckchen auf, an die Andrea mit Wehmut zurück dachte. Und als wir uns gerade der Schule näherten, öffnete sie jemand und ließ uns, um Eintritt bittende, herein. Es waren der Hausmeister und seine Frau, deren Sohn, so stellten wir fest, auch noch in Andreas Klasse war… Wir besichtigten alles ausgiebig und betraten dann wieder die Straße, die voller bunt angezogener und tanzender Menschen wimmelte. Zum Karneval wird hier nähmlich vornehmlich in Form eines Straßenzuges getanzt. Und da zum eigentlichen Karneval alles klappen soll, wird natürlich eifrig geprobt… Generalprobe war natürlich während unseres Aufenthaltes ;) … Aber hier in Bolivien hat der Karneval natürlich auch noch wirklich etwas mit Religion zu tun. Also ist das Ende des Zuges immer die Große Kirche der „Virgen del Socavon“, in der dann die Tanzenden auf Knien zum Altar kriechen müssen, um die Heilige um die Erfüllung eines Wunsches zu bitten. Interessant an dieser Kirche ist auch, dass sie direkt auf alten Schachtanlagen errichtet worden ist, zu denen man sogar direkt von der Kirche aus Zugang hat. Hier wacht sozusagen die Heiligkeit über die Eingänge zur Unterwelt…

Am Nachmittag begaben wir uns dann auf den Rückweg nach Cochabamba… da gabs dann wenigstens Teerstraßen :) … Und urplötzlich war Cochabamba wie verwandelt… alles war farbenfroh erblüht… die Fotos zu diesem Farbtopf gibts dann auch bald…





Salar de Uyuni

13 10 2008

Zurück in Cochabamba schlug Jochen vor, noch eine kleine Tour durch Bolivien zu machen. Da Jochen ja sowieso am Tag der deutschen Einheit frei hatte… haha die Vorteile eines Deutschen im Ausland… fuhren an diesem verlängertem Wochenende zusammen mit Isa richtung Uyuni los. Die Fahrt war trotz der malerischen Landschaft, aufgrund der schlechten Straßen und der Fahrtdauer von einem ganzen Tag äußerst Anstrengend. Ziel war das kleine Dörfchen Uyuni, was aber aufgrund des Tourismus derzeit voll und ganz aufblüht (Zitat Jochen: „Vor 12 Jahren gabs hier nichts…“). Was hat dieses Dörfchen mitten im Nichts denn nun zu bieten fragt ihr euch? Ganz einfach: es liegt direkt am Salar de Uyuni, der mit 12000 m² größte Salzsee der Welt. Auch er wird wie der Titicaca- See auf einer Höhe von mehr als 3000m von riesigen Bergen umschlossen. Zu weiteren Infos bitte hier entlang. Ansonsten sagen die Bilder alles.

Auf dem Weg nach Uyuni konnten wir bereits nicht der Versuchung wiederstehen und machten kurz bevor wir dort ankamen einen kleinen Abstecher auf den See. Da standen wir also mit offenen Kinnladen umhüllt weißer Weite (nein wir waren nicht tot…). Und natürlich haben wir auch getestet, ob es sich wirklich um Salz handelt… mit Tomaten :) . Dann rasten wir noch eine Runde über den See, der in Trockenzeit keine Wasser mit sich führt und standen plötzlich vor einem Salzhotel… ja ganz richtig, es war koplett aus Salzblöcken gebaut (es sah leider etwas heruntergekommen und sehr sehr kalt aus) …

Danach suchten wir uns im Dörfchen ein Hotel und das „Magic Hotel“ entpuppte sich tatsächlich als magisch. Von vorn sah man nur ein Geschoss und drei Obergeschosse die im Bau waren. Wenn man aber erst mal drin war, merkte man das es vor allem in die Tiefe seine wahre Pracht entfaltete. Und da nur 2 Doppelzimmer übrig waren bekamen Andrea und Willi doch tatsächlich die Hochzeitssuite :) … ihr könnt euch das Zimmer ja vorstellen, richtig prachvoll und riesig Groß. Nur das Liht fehlte die erste Stunde, aber dann gleich im ganzen Hotel…

Am nächsten Tag machten wir dann die große Salzseetour. Wir fuhren circa 75 Kilometer mit Kompass und Vertrauen in Jochen, da hier eine Orientierung schwierig ist… überall nur weiß… mit hundert Sachen über den Salar auf die Insel Incahuasi zu. Auf dieser Insel wächst etwas… jetzt ratet doch mal was… die Antwort liegt ja quasi auf der Hand: logisch es sind 10m hohe und mehr als 1000 Jahre alte Kakteen… was für ein sonderbares Bild mitten in diesem weißen nichts… Nachdem wir die Insel zu Fuß erkundet hatten fuhren wir dann wieder über den Salar aber diesmal in Richtung des Vulkans Tunupa. Die Fahrt dahin war sehr amüsant, da Jochen uns alle die Legenden die diesen weiblichen und anscheinend sehr erotischen Vulkan umringen erzählte.

Und am Rande des Salzsees, am Fuße von Tunupa, begann eine ganz neue Fahrt in Richtung Oruro, die Stadt wo Andrea eingeschult wurde und 6 Jahre lebte… to be continued…





Santa Cruz

13 10 2008

Wie schon erwähnt hatten wir während unseres Rückfluges von Buenos Aires nach Cochabamba einen Planmäßigen Stop von mehreren Stunden in Santa Cruz. Und da Flughafenbesichtungen in der Regel kaum länger als eine halbe Stunde dauern… bei so kleinen Fluhäfen erst recht… dachten wir uns, dass eine kleine Stadtbesichtigung durchaus sinnvoll wäre. Außerdem erwähnte unser Südamerikareisebuch, dass es in Santa Cruz nicht so furchtbar viel zu sehen gibt, sodass wir unsere Aufenthaltszeit als durchaus ausreichend einschätzten.

Unser erster Anziehungspunkt war die tropisch grüne Plaza, an der auch die einzigen beiden erwähnten Sehenswürdigkeiten lagen: die Kathedrale und das Haus der Kulter („Casa de la Cultura“). Nach dem wir uns die schöne Kathedrale von allen Seiten angesehen hatten, begaben wir uns zum Haus der Kultur, was zu unserer großen Freude natürlich gerade wegen Renovierungsarbeiten geschlossen hatte. Später haben wir dann die Neueröffnung im Fernsehen miterleben dürfen und uns noch mehr geärgert, weil es richtig toll von innen aussah. Danach sind wir dann einfach ein bisschen durch die Straßen geschlendert. Was hierbei sofort augefallen ist, dass man eigentlich ständig unter Dächern herläuft. Diese Dächer, der zum Großteil erhaltenen traditionellen Bebauung ragen in der ganzen Stadt über die Fußwege. Der Grund hierfür ist in den unglaublichen Wassermassen zu sehen die hier während der Regenzeit runterdonnern. Zum einen soll die Bedachung also die Passanten schützen und zum andern auch die Fassaden der Häuser, die sonst erhebliche Beschädigungen erleiden müssten.

Die Hauptattraktion der Stadt ist leider etwas, was uns beiden nicht wirklich zusagt: FLEISCH. Dieses soll hier wahrhaftig vorzüglich sein. Aber um sich auszuruhen muss man ja nicht gleich in ein Restaurant rennen, sondern ein kleines Cafe kann den selben Erholungseffekt hervorrufen. Also ab in das Eckcafe an der Plaza… und siehe da… der beste Frozen Latte des Kontinents… wir wissen wovon wir sprechen ;) … eine absolute Empfehlung für jeden der zufällig mal in Santa Cruz vorbeischauen sollte …

Dann gings wieder ab zum Flughafen und nach Cochabamba… was aber nicht bedeutet, dass wir den Rest des Urlaubs nichts mehr erlebt haben… aber seht im nächsten Eintrag selbst… wir sagen nur so viel: quadratkilometer Große Salzseen…





Buenos Aires, Teil 3

11 10 2008

Teil 3 von „Buenos Aires“ bilden die letzten 2 Tage unseres Aufenthaltes, der eigentlich viel zu kurz ausgefallen ist… :(

Am vorletzten Tag wollten wir es, mit der weisen Vorraussicht dass wir Abends noch eine Tango- Show besuchen würden, etwas ruhiger angehen lassen. Wir sind also in ein Stadtviertel gefahren in dem viele Junge Designer zu Hause sind und ihre Sachen an den Mann oder die Frau bringen wollen… leider waren die meisten Dinge für Studenten eher unerschwinglich. Deswegen hakten wir die Aussicht auf Unikate schnell ab und wandten uns anderen interessanten Fleckchen zu… So liegt in diesem Stadtviertel beispielsweise einer der größten und meistbesuchten Friedhöfe des Kontinents. Außerdem ist er für Mitteleuropäer sehr ungewöhnlich, da hier wie im Großteil Südamerikas, die Toten nicht unter die Erde kommen sondern in Gebäuden auf dieser „beerdigt“ werden… insofern man dieses Wort dann noch gebrauchen kann… Diese Gebäude, durch deren Fenster man teilweise die Särge sehen kann, erzeugen bereits tags über eine solche Stimmung, dass man beim kleinsten Anzeichen von einsetzender Finsterniss die Flucht ergreift :) … Eine Erklärung für die dennoch auftauchende Menge großer Besucherströme ist nicht in unbedingt in der Vielzahl der Gräber zu sehen, sondern in der Popularität der Beigesetzten. So liegt hier zum Beispiel die wohl bekannteste Argentinierin überhaupt begraben: Evita Peron. Trotz des morbiden Flairs kann man diesem so seltsamen und beängstigendem Friedhof eine gewisse „Schönheit“ nicht absprechen, was ihr ja auch den Fotos entnehmen könnt.

Nach diesem Besuch sind wir noch ein bisschen durch die umliegenden Parks bis hin zur großen Bibliothek spaziert, deren Anblick uns vor allem im Vergleich zum Rest der Stadt so geschockt hat (negativ!), dass wir euch ein Foto dieser hier vorenthalten müssen… Das Wort Bausünde wurde nur für dieses Objekt geschaffen!

Zwischen Spazieren und Tango wollten wir uns noch das älteste Kaufhaus der Stadt anschauen und natürlich noch ein bisschen shoppen… das war ja schließlich viel zu kurz gekommen ;) … Also ab in die U- Bahn und siehe da, von der U- Bahn Station führt ein Gang direkt in das Kaufhaus… Unglaublich wie solche Kaufhäuser hier in Argentinien aussehen, eher wie Kirchen, mit der ganzen Deckenbemahlung und dem ganzen Pomp! … Leider müssen diese schönen Gebäude auch finanziert werden, was die vorzufindenden Preise erklären könnte… dennoch hat Willi wieder die ein oder andere billige CD gefunden…

Abends bekamen wir dann unsere Tango- Show, die wir so lange gesucht hatten. Es nicht nähmlich nicht so einfach hier eine solche zu finden, ohne direkt ein Essen für 50 Dollar dazu buchen zu müssen… Aber dank der eifrigen Hostelhilfe haben wir dann eine sensationelle Show im „Senior Tango“ genossen, von welcher wir euch leider auch keine Fotos bieten können, da es verboten war solche zu machen… was in anbetracht der Tatsache, dass auch Pferde „mitgetanzt“ haben, durchaus verständlich ist… Wenn wir jedoch ehrlich sind, waren sowieso zu fasziniert, um irgendwelche Aufnahmen zu machen… Es hat von der Lifeband über die Gesangseinlagen und Show bis hin zum Tanz alles gestimmt :)

Nachdem wir also ziemlich spät zu Hause angekommen waren schliefen wir uns erst mal gehörig aus und begleiteten Riki dann zu ihrem Reittraining. Wir schauten ihr ein wenig zu und wenigstens Willi verhielt sich völlig unangebracht wie ein Fan der bei jeder übersprungen Hürde aplaudierte ;) … Den Rest der Zeit liefen und spielten wir uns mit Rikis Hund Felipe kreuz und quer durch die Parkanlagen der Stadt, die im Viertel „Palermo“ liegen… ein schöner gemütlicher Abschluss unseres Buenos-Aires Aufenhalts…

P.S.: Auf unserer Rückreise von Buenos Aires nach Cochabamba hatten wir einen 8 stündigen Aufenthalt in Santa Cruz, den wir dann enfach zur Stadterkundung genutzt haben… dazu bald mehr…





Buenos Aires, Teil 2

7 10 2008

Den Sonntag wollten wir nutzen, um die beiden Stadtviertel „La Boca“ und „San Telmo“ kennen zu lernen, da an Sonntagen besonders in diesen beiden Stadtvierteln emsiges Treiben herrscht.

Eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt ist das Viertel „La Boca“. Zum einen liegt das an der durchgeknallt bunten Bebauung… Geschichtsstunde: die am Hafen liegenden Häuser wurden von italienischen Migranten aus dem Metall alter Schiffswracke zusammengezimmert oder eben geschweißt und mit der übrigen Schiffsfarbe bemalt, die meist nicht für ein ganzes Haus gereicht hat… Außerdem soll in den hiesigen Kneipen der weltbekannte Tango entstanden sein, weßhalb hier an allen Ecken und Enden fleißig auf der Straße getanzt wird. Alles versprüht hier irgendwie einen besonderen Charme. Die Musik, die Tänzer, die Künstler und die bunten Häuschen ziehen einen irgendwie in einen Bann…

Dann gings mit dem Bus weiter nach „San Telmo“, welches vor allem für seine nicht enden wollende Anzahl von Antiquitätengeschäften bekannt ist. Außerdem gibt es an Sonntagen auf dem Quartiersplatz auch noch einen Antiquitätenmarkt… Hier kann man alles von originalen vollen Colaflaschen aus dem Jahre 1908 bis hin zu alten Möbeln ergattern…

Wir 3 wollten aber keine Antiquitäten (konnten wir uns zum Großteil auch nicht leisten) sondern eigentlich nur einen kleinen Snack und bestellten uns bei einem Straßenverkäufer 2 Empanadas (gefüllte Teigtaschen). Allerdings bekamen wir dann nicht die erwarteten, ungefähr der Größe einer ordentlichen Kartoffel ähnelnden, Empanadas, sondern eher solche in der Größe eines Kalbskopfes :) … Während wir also versuchten diese 2 Dinger zu vernichten, von denen locker 1 für alle 3 gereicht hätte, brach plötzlich ein Unwetter über uns herein. Dieses hatte aber 2 sehr nette Nebeneffekte. Zum einen trennte Unwetter und Schönwetter ein riesiger mehrschichtiger Regenbogen und zum andern flüchteten wir uns ein wirklich schönes, kleines und anscheinend ortstypisches Café. Und als wir dann ordentlich aufgewärmt waren, hatte sich der Sturm auch schon gelegt…

Am Abend gings dann auch noch in eine Bar, deren Tische nach 12 Uhr strategisch nach und nach abgebaut werden, sodass aus der Bar ein waschechter Club entsteht. Und hier tanzt wirklich jeder liebe Deutschen !!!

Montags ging es dann zum zweiten mal in die eigentliche Innenstadt. Diesmal hatten wir aber Besichtigungsziele festgelegt, die wir tatsächlich alle zu Fuß erkunden wollten. Neben dem Kongress, der erst auf den zweiten Blick zu erkennenden Kathedrale und dem leider von einem Gerüst verhüllten „Teatro Colon“, einem der berühmtesten Opernhäuser der Welt, begutachteten wir mit offenen Mündern vor allem die „Avenida 9 de Julio“. Sie gilt mit ihren 20 Fahrspuren als die breiteste Straße der Welt und ihre enormen Ausmaße werden durch den mitten auf ihr postierten 67m hohen Obelisken nur noch unterstrichen…

Zur Mittagszeit zeigte sich, dass Buenos Aires für Vegetarier doch eher ein schwieriges Pflaster ist… zumindest in der Innenstadt… Aber wer als Vegetarier in Santiago de Compostela überlebt hat, der steht alles durch :)

Als wir dann auch noch durch die „Avennida Corrientes“ marschiert waren, die mit Buch- und Cd- Läden sowie Theatern (tolle Kombination, ne?) vollgestopft ist, zwangen uns unsere Füße dann doch mal endlich nach Hause zu gehen…

Also ab ins Bettchen und auf die nächsten Tage freuen…

P.S.: Das letzte Bild verdeutlicht, dass auch in Buenos AIres nicht alle Architekten eine Baugenehmigung für ihre eigenwilligen Ideen bekommen sollten…

P.S.2: Falls es euch noch nicht aufgefallen ist, haben die letzten Beiträge nutzerfreundlichere Bildergrößen ;)





Glückwünsche

2 10 2008

Heute müssen wir mal einige Glückwünsche loswerden:

1. An Willis Mutti Birgit, die am heutigen 2.10. ihren Geburtstag feiert. Leider sind wir nicht da um diesen mit ihr zu begehen, aber wir machen hier reichlich Party und hoffen das sie es in Deutschland genau so krachen lässt… Nebenbei erwähnt ist Mutti auch die fleißigste Posterin dieses Blogs, was hiermit mit einem Orden belohnt wird ;) . Das sich da prominente Gratulanten zu uns gesellen, seht ihr ja schon bei den Bildern…

2. An Andreas Papa Jochen, nach dem in dem peruanischen Städtchen Tocache eine Straße benannt werden soll… auch eine große Ehre!

3. An Familien Zeile… auf eine lange glückliche Ehe…

4. An alle die in letzter Zeit etwas geleistet haben… zum Beispiel sollten hier unseren fleißigen Kommilitonen erwähnt werden die am letzten Mittwoch die Rechtsklausur hinter sich gebracht haben.

5. Und schließlich auch an uns, weil wir Google geknackt haben… wenn man bei google.de nach „Toro Toro“ sucht findet man doch direkt unter den ersten 3 Einträgen unseren Blog… probiert es einfach aus…

P.S.: Bald kommen dann auch wieder Einträge zur Reise…





Buenos Aires, Teil 1

1 10 2008

In der Nacht vom 18.09. zum 19.09. brachen wir zusammen mit Andreas Schwester in Richtung Buenos Aires auf. An Schlaf war trotz der Verspätung des Fluges (Start 2:40 Uhr) kaum zu denken, da die Airline nicht umdachte und um 4 Uhr morgens Essen servierte… danke fürs wecken…

Dennoch hatte der späte Abflug den Vorteil, dass wir nach Sonnenaufgang in Buenos Aires ankamen und ganz sorgenfrei mit dem Taxi zum „Castel Hostel“ fahren konnten, wo Andreas gute Freundin Riki sozusagen das Ruder in der Hand hält. Ein kleines schönes Hostel mit verschienenfarbigen Zimmern und bewohnt von lustigen wie einem Roman entsprungenen Bewohnern. Um den Tag, trotz der Müdigkeit nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, fuhren wir am Nachmittag zusammen mit Riki zur Tiermedizin- Fakultät, wo sie sich eine Vorlesung anhören musste und wir uns einfach gaaaaanz in Ruhe die umliegenden Grünanlagen angeschaut haben… Dabei sind natürlich, dank bald auftauchender Langeweile ein paar nette Bilder entstanden, u.a: „Willi unrasiert“ und „We have been watching you“.

Am nächsten Tag machten wir uns dann zum ersten mal mit Riki und ihrem Freund Luciano (eigentlicher Hostelchef) richtig in die Stadt Buenos Aires auf. Wir sind also mit der tatsächlich 100 Jahre alten U-Bahn zunächst (man täte eine U- Bahn Lima gut) in das Zentrum gefahren und landeten direkt beim Regierungspalast. Das sogenannte „Casa Rosada“ also rosa Haus wird zur Zeit passender Weise auch von einer Präsidentin bewohnt ;) . Hinter diesem Palast erstreckt sich gleich im Anschluss das modernste Viertel der Stadt. Der alte an einem Kanal liegende Hafen „Puerto Madero“ ist von hypermodernen und von für uns Raumplaner besonders auffälligen neugenutzen alten Hafenanlagen gesäumt. Ein imposantes Schauspiel direkt am Wasser, dass durch alte Hafenkräne und außergewöhnliche Freiraum- / Brückengestaltung weiter verstärkt wird… Tut uns leid, wir können es einfach nicht lassen. Das mit der raumplanerischen Betrachtung ist einfach eine Krankheit :) … Als uns der Hunger langsam plagte und wir merkten, dass die Restaurants dort leider auf andere etwas besser gestellte Gesellschaftsschichten ausgerichtet waren begaben wir uns in die Avenida Florida, die Einkaufsfußgängerstraßenzone von Buenos Aires schlechthin. Dort gabs nicht nur zu essen, sondern auch jede Klamotten für Andrea, Isabel, Riki und Luciano und jede Menge billige CD´s für Willi. Wobei hierbei angemerkt werden muss (laut Andrea), dass der einzige der sich Klamotten gekauft hat Luciano war. Wir hatten dann auch noch vor auszugehen um das Nachtleben von Buenos Aires auszukosten, waren aber viel zu Müde und haben das einfach auf den nächsten Tag verschoben.

P.S.: bald kommen natürlich noch mehr Teile von dem Buenos Aires- Aufenthalt.