Camiri, Bolivien | Kleines Intermezzo

22 11 2011

Wie ihr ja wisst, sind die Geschichten aus dem fernen Australien ja eigentlich schon „etwas“ veraltet. Wir kamen in den letzten Monaten nicht mit dem schreiben voran und in der Zwischenzeit ist auch schon ganz schön viel Neues passiert. Willi ist vor zweieinhalb Monaten nach Camiri, eine kleine Stadt im bolivianischen Chaco, gereist, um ein Praktikum bei der GIZ zu machen. Andrea kam dann vor 3 Wochen nach Cochabamba, Bolivien, um Ihre Eltern zu besuchen. Und nach einer langen Zeit des Wartens sind wir jetzt seit letztem Freitag im beschaulichen Camiri wieder vereint. Deshalb dachten wir uns, dass es schön wäre, euch mal kurz von Australien nach Bolivien und vom Jahr 2010 ins Jahr 2011 zu versetzen und über unsere letzten 5 fünf Tage hier zu berichten. Und da habt ihr auch einen kleinen Bericht:

Nach einer Stunde Flug (von Cochabamba nach Santa Cruz) und 4 Stunden Fahrt (für Andrea, denn für den armen Willi waren es 8: vier nach Santa Cruz, um Andrea vom Flughafen abzuholen und 4 zurück!!) waren wir beide endlich wieder zusammen und zwar in Camiri. Am Freitag waren wir durch die Reise und die Hitzeso erledigt, dass wir nichts Großartiges unternahmen, außer uns kurz mit Willis Mitbewohner und einer Flasche Wein (oder hier besser Traubensaft) zusammenzusetzen. Am Samstag liefen wir durch die Stadt (ist es eigentlich eine Stadt oder ein Dorf?) unddanach ging es hoch zu  einem Aussichtspunkt, der ein Camiri- Sign im ganz großen Hollywoodstil besitzt ;) . Wir schlenderten gemütlich weiter zum Markt, um alles für Willis Geburtstagsparty am Abend einzukaufen. Und so wurde dann mit ein paar Kollegen nachträglich gefeiert, gegessen und getrunken. Am Sonntag besuchten wir Willis Arbeitsplatz und gingen dann zur alten Erdölraffinerie der Stadt, die heutzutage verlassen vor sich hingammelt und dadurch einen besonderen Charme ausstrahlt. Die Hitze erlaubt es hier nicht so viel zu unternehmen, also war nach diesem Spaziergang unter der prallen Sonne für uns der Tag auch schon erledigt. Am Montag musste Willi leider schon wieder arbeiten, weshalb wir keine großen Ausflüge machen konnten. Aber wir versüßten uns den Tag mit einem leckeren vegetarischen Mittagessen (ja, es gibt hiertatsächlich ein Restaurant mit einem vegetarischen Menü!). Dann gab es Zomó, ein Meisgetränk mit Zimt (mmm, wirklich lecker!). Und abends hatten wir Empanadas (gefühlte Teigtaschen mit Käse) und Pastelitos (frittierte Teigtaschen mit Käse und Puderzucker drauf, klingt komische schmeckt aber!). Also war dies unser Lecker-Essen-Tag :) .Heute hatten wir einen schönen Spaziergang am Fluss und leckeres hausgemachtes Eis! Was will man mehr :) !! Und Morgen geht es leider wieder los. Wir fahren zusammen nach Santa Cruz, Willi bleibt ein paar Tage dort wegen der Arbeit und Andrea fliegt gleich weiter nach Cochabamba.  Wir sehen uns aber schon in ein paar Wochen wieder und dann hört Ihr wieder ein paar aktuellere Geschichten. Bis dahin viel Spaß mit der Fortsetzungder Australien- Einträge und zurück ins Jahr 2010!





Brisbane

21 11 2011

Von Byron Bay ging es nach Brisbane, die letzte Station für Marina, Suley und Marta. In der Stadt angekommen, bereiteten wir unser letztes gemeinsames Essen in einem zentral gelegenen Park zu, um uns dann kurz die Stadt anzuschauen, bevor wir Marina und Suley abends zum Flughafen brachten. Wir landeten rein zufällig in einer riesigen Parkanlage mit verschiedenen Wasserspielen, die direkt am Fluss liegt und einen schönen Blick über die Skyline der Stadt bietet. Wir alberten wie kleine Kinder mit dem Wasser rum, bis unsere Zeit zu fünft zu Ende ging und wir zum Flughafen fahren mussten. Es folgte ein trauriger Abschied von Marina und Suley. An diesem Abend mussten wir uns von zwei Freunden verabschieden, durften aber als Gegenleistung einen alten Freund wieder begrüßen: Christopher, ein Kumpel/ Kommilitone aus der Uni, der gerade zufällig auch ein Auslandssemester in Australien machte. Wir campten ein letztes Mal mit unserem Bulli vor Christophers Haus und verbrachten einen netten Abend zu viert in einer Bar.

Am nächsten Tag wurden wir von unserem persönlichen Guide durch die Stadt geführt. Wir fuhren zu einem Aussichtspunkt von wo aus man die ganze Stadt sieht, bewunderten den Botanischen Garten und schlenderten durch ein paar Straßen, bis wir erneut Abschied nehmen mussten. Diesmal von Marta und unserem geliebtenBulli. Wir brachten Marta zum Flughafen und dann mussten wir in Windeseile  (denn waren viel zu spät dran) und mit Tränen in den Augen unserenBulli, der uns treu bis zum Ziel gebracht hatte, abgeben. Es folgten ein Paar lustige Tage mit Christopher. Wir erkundeten weiterhin die Stadt, führten nächtliche „philosophische“ Gespräche unter einer Brücke (samt GOON, ein Wunder das wir nicht da geschlafen haben), gefolgt von der in englisch etwas verwirrenden Version von Inception (denn auch hier wirkte die GOON nach – ein Wunder das wir da ebenfalls nicht geschlafen haben)und hatten das Glück die Ausstellung vom Künstler Ron Mueck, die wir in Melbourne verpasst hatten zu besuchen!!!! Es war eine UNGLAUBLICH Ausstellung!!!! Alles in allem war Brisbane eine schöne Stadt mit ein paar lustigen Überraschungen (siehe Fotos ;) !) Nichtsdestotrotz: WE ♥ MELBOURNE!





Nimbin to Byron Bay

14 11 2011

Von Nimbin ging es dann weiter nach Byron Bay, ein Strand der als Surfer- Paradies bekannt ist. Da das Wetter nicht ganz zum Baden geeignet war, entschlossen wir einen Spaziergang um den Leuchtturm zu machen. Dieser Spaziergang erwies sich als spannender als wir gedacht hatten. Wir genossen nicht nur eine tolle Sicht über die Bucht, sondern wir sahen zufälligerweise auch Wale. Nicht nur einen Wal, sondern eine Handvoll (Schwarz mit weißem Bauch :) ), sogar eine Mutter mit ihrem Babywälchen!! Und wie es ich für ein Surfer- Paradies gehört, gab es auch noch ein paar surfende Delfine zu bestaunen! Nicht schwimmend, sondern WIRKLICH SURFEND! Die Delfine schwammen mit den Wellen und wenn die Welle brach, sprangen sie hervor und machten eine Drehung in der Luft. Mit ein bisschen Glück schaffte es Andrea tatsächlich ein Foto von einem springenden Delfin zu machen, leider war der schwarz- weiß Modus der Kamera an. Vom Leuchtturm ging es zurück zum Dorf. Dort drehten wir eine Runde bis es langsam Dunkel wurde und wir uns nach einem Schlafplatz umschauen mussten. Diese Nacht würde unsere letzte Nacht zu fünft sein, denn am nächsten Tag mussten wir Marina und Suleyman in Brisbane am Flughafen abladen, damit Marina nach Melbourne und dann nach Italien fliegen konnte und Suley nach Perth, wo für ihn wieder die Uni anfing. Also entschlossen wir am nächsten Morgen früh aufzustehen und ein schönes Frühstück am Strand zu haben. Als krönenden Abschluss unserer Fünf- Mann/Frau- Reise bekamen wir zum Frühstück noch einen wunderschönen Regenbogen geschenkt. Wir Beide wussten dann, dass dies nicht das letzte Mal sein würde, dass wir Byron Bay besuchen.





Fraser Island to Nimbin

10 11 2011

Von unserem „Wildnis“ Erlebnis sollte es dann weiter zu unserem „Hippie“ Erlebnis – Nimbin –  gehen. Dabei machten wir noch eine kleine Pause in Noosa, ein Ort am Strand, der komplett das Gegenteil von Nimbin ist. Ein Schicki – Micki Strand, wo die oberen 10.000 ihre Strandhäuser hinsetzen. Die Schönen und Reichen haben sich aber, so wie es sich gehört, einen tollen Ort zum gediegenen Ausruhen ausgesucht. Denn Noosa ist wirklich schön und der Sonnenuntergang, den wir dort erlebten, war wie von den Reichen bestellt :P . Als wir dachten, dass der Sonnenuntergang vorbei sei, fuhren wir auch weiter, wir wollten ja nicht dort übernachten, denn wir wären dort wohl etwas fehl am Platz gewesen, in unserem Gammel-Look. Als wir aber aus Noosa rausfuhren merkten wir, dass wir falsch gedachten hatten. Der Sonnenuntergang war längst nicht zu Ende.  Die Sonne lag unterhalb des Horizonts und strahlte ganz viele kleine Tüpfchenwölkchen an, sodass wir plötzlich einen feuerroten Himmel über uns hatten, den wir so noch nie erlebt haben. Das Foto sagt alles! (Wir haben die Farben wirklich nicht manipuliert!!!). Wir übernachteten irgendwo im Nirgendwo, wie schon so oft, und am nächsten Tag ging es weiter nach Nimbin.

Dieser Ort ist ein buntes Hippie- Dorf, mitten in den Bergen, das aber aufgrund seiner Hippieattitude viele Touristen anzieht, weshalb manches auch etwas aufgesetzt wirkt. Nichtsdestotrozt war es ein interessanter Besuch. Als erstes suchten wir einen Platz zum „Semilegal“ schlafen. Im Dorf fanden wir aber keinen Platz, der unauffällig genug war – obwohl unser Bus eigentlich perfekt für diesen Ort getarnt war ;) –  also fuhren wir raus aus der Ortschaft. Rechts und Links gab es nur landwirtschaftliche Flächen. Plötzlich sahen wir eine breite Einfahrt zu einem Landhaus. Diese war breit genug um dort unser Auto zu Parken und eventuell sogar noch ein kleines Zelt aufzubauen, ohne den Besitzer zu stören. Um kein Ärger zu kriegen, endschieden wir trotzdem den Besitzer zu Fragen ob es ok wäre dort zu unser Lager aufzuschlagen. Die zwei hübschen Italienerinnen (sie wurden rein zufällig ausgewählt… ;) ) machten sich auf den Weg und kamen mit einem fröhlichen dreinschauenden älteren Herren zurück, der sich natürlich auch als ITALIENER entpuppte. Nett und freundlich wie er war, bot er uns an, in seinem Garten zu Campen! Nachdem wir unser Schlafproblem gelöst hatten, machten wir uns im Dunkeln zu Fuß, die Landstraße entlang zum Dorf. Das Dorf war nachts eine Geisterstadt mit ein paar komischen Gestalten auf den Straßen, die einem so „Hippie- Zeug- für- den- Eigenbedarf“ andrehen wollten, da wir aber auch noch zurück finden wollten, haben wir lieber die Finger davon gelassen ;) .  Am nächsten Tag war Nimbin wie verwandelt! Die nächtliche Stimmung hatte sich aufgelöst und der Ort hatte sich zu einer Tourismushochburg verwandelt. Nach einem langen Sparziergang und einem ausgedehnten Frühstück in unserem Bulli im Ortzentrum endschieden wir weiterzufahren.

Wobei wir uns fragten: Warum haben die Touris von uns nur so viele Fotos gemacht – ein knallbunter Bulli mit 5 Personen, der Fahrer Rastas bis zum Hintern und nettes Campingfrühstück im Ortskern… was ist denn daran ungewöhnlich?





Die Fortsetzung | Fraser Island 2 | 3 tägiges Abenteuer

4 11 2011

Nachdem der Versuch des abwechselnden Schreibens kläglich gescheitert ist, gibt es nun dann letztendlich doch noch die Fortsetzung unserer Australieneinträge… Bald sind wir ja wieder in Bolivien vereint, da sollen dann auch neueste Nachrichten aus Südamerika folgen :)

Nach einer sehr kurzen Nacht machten wir uns mit 4 Jeeps auf dem zur Insel. Wir fuhren bis zum Hafen und nahmen dann die Fähre, die uns in die „Wildnis“ bringen sollte. Angekommen in Fraser Island ging es direkt mit den rumpligen Wegen, die uns die nächsten 3 Tage begleiten sollten, los. Unser Irisches Truppenmitglied traute es sich als erstes unser Gefährt durch den Dschungel zu fahren (wenn man das Fahren nennen kann :P ) und brachte uns heil bis zum ersten Stopp: Mittagessen mitten im Wald. Willi traute sich als Zweiter ans Steuer, denn wir 4 Mädels waren etwas eingeschüchtert von den „Straßen“. Aber irgendwann endete die Dschungeletappe und zu unserer Erleichterung fuhren wir gemütlich den Strand entlang. Um die Beine wieder mal zu betätigen, parkten wir die Autos am Strand und machten eine kurze Wanderung durch wunderschöne Dünen und landeten an einem smaragdgrünen See (Lake Wabby), der sich letztendlich als eiskalt erwies. Beim zurücklaufen hatten wir eine nette Begegnung mit einer Schlange. Andrea wäre fast Barfuß auf sie getreten, wenn sie sich nicht eine Sekunde von Ihrem Gespräch hätte ablenken lassen und auf den Boden geschaut hätte. Begeistert machten wir Fotos, um dann im Nachhinein von unseren Guide zu erfahren, dass es sich um eine hochgiftige Schlange handelte (ups!). Genug Abenteuer für einen Tag, dachten wir uns alle und fuhren zu unserem Camp. Wir kochten, aßen und tranken (unsere „Fast Zimmerkameraden“ vom Tag davor beschäftigten sich hauptsächlich mit dem Dritten :P ) und saßen dann am Lagerfeuer umgeben von Dingos und begleitet von Didgeridoos Musik.

Am nächsten Tag ging es dann früh morgens wieder los, was unserem irischen Kumpanen doch zu schaffen machte, da er sich für einen Abend, den anderen Trinkwütigen angeschlossen hatte. Soviel sei gesagt: Am Ende des Abends war er einer von „7 naked man on the Table“.

Wir fuhren also erst einmal gemächlich Strand entlang, stoppten um uns ein paar Quallen anzuschauen (und anzufassen!!) und Formationen von rotem Sandstein zu besichtigen, fuhren weiter Richtung „Champagne Pools“, um wie es sich für so eine Tour natürlich gehört, irgendwann mit einem Auto stecken zu bleiben. Ganz die Profis, blieben WIR nicht stecken, sondern unser GUIDE :D und zwar 2 mal!!! Und wir spielten die Helden und zogen sie natürlich raus! ;) Angekommen in den Champagner Pools, waren wir alle nur begeistern von diesem Strand, mit seinen Steinformationen, Wellen, grüne Klippen…die Fotos sagen alles! Dann liefen wir zu einem Aussichtpunkt des Indian Heads, um dort NATÜRLICH Wale und Riesenrochen zu beobachten! Beim Zurückfahren mussten wir dann ein paar Stunden am Strand liegen und warten (wir Armen!), da die Flut die Weiterfahrt am Strand verhinderte. Als es so weit war, machten wir uns auf den Weg zurück zum Camp und besichtigten auf dem Weg das Skelett eines Schiffswracks.

Am dritten und letzten Tag trauten sich endlich zwei der Mädels zu fahren, Andrea und die Irin. Unser Ziel war „Lake McKenzie“, ein wunderschöner See mit weißen Sandstrand und unglaublich klarem Wasser. Leider spielte das Wetter nicht mit und wir kamen nicht bis zum See durch, weshalb wir entschlossen zu einem anderen See zu fahren (Lake Garawongera) der sich ähnlich schön in die Landschaft schmiegte. Es war unser letzter Stopp, bevor wir wieder Richtung Festland fuhren. Auf der Fähre gingen wir die drei Tage noch einmal begeistert durch und alberten um die Zeit tot zu schlagen rum, wobei sich Willi entschloss, unser Lieblings- Musik- Video (siehe Post vom 08.05.2010) zu Ehren…(siehe Foto :P ).





Fraser Island 1 | Startschuss

31 12 2010

Unser Trip auf die größte Sandinsel der Welt „Frasier Island“ begann eigentlich schon auf dem Festland im Örtchen „Hervey Bay“. Hier wurden wir in einem Hostel bereits am Abend zuvor geschult, wie wir uns auf der fast unbewohnten Insel zu verhalten haben, wie man also mit den wilden Tieren, den riesen Jeeps (ohh ja zum  selbst fahren) und allem anderen umzugehen hatte. Außerdem wurden die Gruppen eingeteilt, die dann unter sich noch essen für die 3 tägige Tour ranschaffen mussten.

Bei der Gruppenbekanntgabe saßen uns schon die Angstperlen auf der Stirn als mit 15 minuten Verspätung ein junger Mann hereingetorkelt kam und außer irgendwelchem gelalle nichts mehr von sich gab. Als klar wurde das noch eine Person fehlte, versuchte er uns klar zu machen das sein Kumpel noch Zitat „nackt am Strand“ rumlaufe. Als dieser dann angezogen eintraf wurde klar, das torkeln für ihn nicht mehr infrage kam… er kroch. Es wurde zur Erleichterung aller festgelegt das die beiden Spezialisten die Tour über nicht fahren durften… wie sollten die in 4 Tagen wieder nüchtern werden???

Nachdem wir also die angenehmste der 4 Gruppen abbekamen und essen besorgt hatten wollten wir die noch verbeleibenden Stunden in Ruhe schlafen… und ratet mal welche 2 Gesellen unsere Zimmernachbarn sein sollten. Korrekt: Herr Wank und Herr Kriech… na toll… aber das nette Hostelpersonal hatte dann doch Mitleid mit uns und wir bekamen ein anderes Zimmer, sodass wir zumindest noch ein paar Stunden die Augen schließen konnten, denn am nächsten Morgen sollte es früh losgehen….





Long Long Time Ago | Ein kleines Experiment

14 12 2010

Jaja, lang ist es her, dass wir hier mal wieder was geschrieben haben und dass obwohl wir doch schon längst wieder da sind. Obwohl… Andrea ist schon wieder weg, auf Weihnachtsbesuch in der alten Heimat Peru. Da denkt ihr bestimmt… na toll dann gibts weiter keine Einträge… ha, von wegen!

Über die Weihnachtstage wollen wir euch mal mit einem kleinen Versuch beschenken. Der sieht wie folgt aus: Abwechselnd werden wir beide Absätze eines Textes schreiben der dann am Ende einen vollständigen Eintrag ergeben soll… klingt seltsam… wird aber vermutlich zu ganz interessanten, lustigen und schrägen Ergebnissen führen… ihr werdet schon sehen.

Bald fällt dann auch schon der Startschuss für den „Frasier Island Eintrag“ der besonderen Sorte… mal sehen wer anfängt ;)





Whitsundays to Frasier Island | Tage 11 & 12

2 09 2010

Unser nächster Tourstop sollte Frasier Island sein, was für uns wieder einmal eine sehr lange Fahrt bedeutete! Unterwegs schliefen wir an einem Plätzchen was sich am nächsten Morgen als sehr Vogelreich herausstellen sollte. Hierzu sollte angemerkt werden, dass Standartvögel in Australien weder Spatzen noch Tauben sondern meist bunte Papageien oder Kookabooras sind. Sehr hübsch zu beobachten während des Frühstücks.

Außerdem verbrachten wir noch eine Nacht an einer Tankstelle. Wir fanden keinen geeigneten Schlafplatz und die Frau in der Tankstelle zeigte uns mit Hilfe der Überwachungskameras wo wir am besten unser Zelt aufbauen sollten. Zu dieser Nacht gibt es noch eine Sache zu sagen: Es war KALT! Die erste Arschkalte Nacht unseres Trips!!!

Am folgenden Morgen ging es dann ganz früh raus. In der Nähe vom sogenannten Rainbow Beach kommen nämlich jeden Morgen ein paar wilde Delphine an den Strand und lassen sich per Hand füttern. Und da dieses Vergnügen sogar als kostenlos beworben wurde mussten wir einfach da hin. Kaum angekommen, stellten wir fest, dass das Fütern tatsächlich kostenlos war, man aber den Fisch zum Füttern teuer bezahlen musste :( Aber angeschaut haben wir uns das ganze natürlich trotzdem.

Nach 2-3 Stunden am Strand luden wir Marina und Sule in Rainbow Beach ab, von wo aus sie ihren Trip nach Frasier Island starteten und fuhren zu dritt zu unserem Startort für die Tour, Hervey Bay.

P.S.: Endlich sind auch die Bilder unserer Unterwasserkamera entwickelt, die wir mit auf den Whitsundays hatten. Die Fotos wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten.





Whitsundays | Tage 8,9 & 10

27 08 2010

Die Nacht vor unserem großem Bootstrip war auch wieder recht „ungemütlich“. Zunächst fanden wir den ksotenlosen eigentlich ausgeschilderten Schlaf-/ Rastplatz nicht und dann klpfte auch noch jemand mitten in der Nacht an das Van- Fenster. Ein Sicherheitsmann teilte uns mit, dass man an dem Platz an dem wir uns niedergelassen hatten nicht schlafen darf. Er schilderte uns aber netterweise den Weg zum richtigen Platz und kassierte nicht einmal die eigentlich fällige Strafe für unerlaubtes Campen.

Trotz der dadurch entstehenden nächtlichen Fahrt, waren wir am nächsten Morgen Top Fit, ungeduldig und aufgeregt… alles wegen unseres Segelturns. Wir hatten einen 3 Tage/ 2 Nächte Bootstrip an den Whitsunday Islands im Pazifischen Ozean gebucht. Den Katamaran enterten wir aber wieder nur zu dritt, denn Marina und Sule hatten ein anderes Boot gechartert.

Um unsere Mägen erst mal richtig auf die Probe zu stellen fuhr die aus zwei 20 jährigen bestehende Crew direkt in einen Regenguss mit ordentlich Wellengang. Das schöne daran war der nahezu unglaubliche Regenbogen, der von Ende zu Ende komplett über das Meer gespannt war. Wir ankerten am Ende des Tages dann auch in einer relativ ruhigen Bucht mit wenig Seegang.

Und dann begann DIE PARTY… Denn unsere 20 Mitreisenden/ -schiffenden verwandelten unser Boot „Toongarra“ in ein Partyschiff! Wir mit unserer Camper- Krankheit (9 Uhr Abends ins Bettchen und 6 Uhr morgens aufstehen) waren etwas in unserem Rhytmus gestört… Andrea war am nächsten Morgen dennoch pünktlich zum Sonnenaufgang wach um euch ein paar schöne Fotos zu schießen ;)

Nach dem ordentlichen Frühstück haben wir dann Whitehaven Beach, einen Top 5 Strand der Welt (er ist aber der weißeste!) aufgesogen… also staunen und planschen… nur Vorsicht: Rochen! Die Bilder sollten aber für sich sprechen :) Neben dem relaxten Fahren mit dem Bötchen gingen wir an dem Tag noch zwei mal Schnorchel. Einmal überwiegte die Fischpracht und das andere mal begeisterte uns das Great Barrier Reef besonders. Natürlich legten wir hierzu sexy Wetsuits an!

Als dann am Abend noch die Sonne wundervoll im Meer verglühte, schwammen plötzlich auch noch ein paar Delphine neben dem Boot her… waren wir hier in einer Hollywood Schnulze? Außerdem warf unser Captain dann noch ein Stück Schinken in die Luft, was sich ein vorbeifliegender Adler im Flug schnappte.

Der letzte Schnorchelgang am nächsten Morgen war dann noch das HIGHLIGHT. Andrea entdeckte beim runterschauen eine riesen Schildkröte und wir schwammen mir ihr durchs Meer. Und nach all diesen fantastischen Erlebnissen fuhren wir glückselig wieder zurück nach Airlie Beach. Toll!!!





Townsville to Airlie Beach | Tage 6 & 7

22 08 2010

Am Tag Nummer 6 unserer Reise wollten wir vor allem eines: Tiere sehen. Deswegen fuhren wir zum „Billabong Sanctuary“, also eine Art Zoo der um einen Billabong (ein Wasserloch) angelegt wurde. Auf dem Weg dahin luden wir das Auto noch voll mit leckerem frischem Essen zum Grillen… eine wundervolle Ablenkung vom Dosenfutter :) (besonders der Fisch war köstlich… es gab sogar Hai). Nachdem wir also im Sanctuary unser Barbi (Australisch für Barbeque) hatten, schauten wir uns die Tiere an:

  • das Wasserloch voller Schildkröten
  • viele hungrige Krokodile
  • süße und liebe Dingos (die sind aber normalerweise nicht ganz so nett… sie gehören ja immerhin zur Familie der Wölfe)
  • und natürlich gabs hier den sexy Kasuare (so wird er richtig geschrieben!)

Das besondere war, dass man viele Tiere anfassen durfte, wie z.B. eine Monster- Würgeschlange, ein Baby- Krokodil oder einen Wombat (unglaublich süüüß… fast zum anbeißen)

Auch in dieser Nacht mussten wir uns wieder auf die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit machen, wobei diese sich als besonders seltsam herausstellen sollte. Wir hielten zunächst an einem semi- legalen Plätzchen (ein öffentlicher Park) und aßer erst mal Abendbrot an einer „wunderschönen“ und erleuchteten Laterne :) . Komischer Weise fuhren diverse Fahrzeuge immer wieder in den Park hinein um nach circa einer halben Stunde wieder hinaus zu fahren. Nach einer Weile bemerkten wir, dass ein Auto das häufiger machte. Wir liefen ein wenig tiefer in den Park und fanden das Auto samt Fahrer mit ausgeschaltetem Licht in Büschen versteckt. SELTSAM. Wir ersannen verschiedene Theorien über den Fahrer: Mörder, Drogendealer, Liebhaber oder Ranger musste er sein. Als dann auch noch 3 Autos hintereinander auf ein Stück Rasen fuhren, um dort wie verrückt im Kreis alles umzupflügen und dabei Lichthupen zu machen wurde es uns zu bunt und wir suchten uns einen anderen Platz. Der war wieder legal und sehr gut ausgestattet, aber auch hier gab es wieder sehr seltsame Menschen zu bestaunen.

Eine Gruppe Kids (ca. 12 bis 15 Jahre alt) versuchten einen total zugedröhnten Kollegen zu bändigen (er schrie und schlug um sich). Aber auch sie gingen dabei ganz schön rabiat zu Werke. Als wir nachschauten was da los war, schrien sie ( ca. 1,20m groß) uns und 2 Franzosen (ca. 2m groß) an: “ Was guckst du, ich schlag dir gleich die Birne ein!“ Dann kam anscheinend die Oma eines der Kids um es von der kleinen Party abzuholen, sie blieb aber brav im Auto sitzen ohne einzuschreiten. Erst als der Vater des Schreihalses eintraf kehrte endlich Ruhe ein. Ein schöner Einblick in das Leben der Country- Side Australiens ;)

Gott sei Dank wurde es dann etwas stiller, denn am nächsten Tagmussten wir wieder Fahren, Fahren und Fahren. Von unserem Zielort Airlie Beach sollte nämlich einen Tag später unsere Segeltour starten. Dort angekommen, genossen wir den Tag am Strand/ am Pool direkt am Strand… Wegen den bösen Quallen darf man hier manchmal nämlich nicht in Meer.








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