Fraser Island to Nimbin

10 11 2011

Von unserem „Wildnis“ Erlebnis sollte es dann weiter zu unserem „Hippie“ Erlebnis – Nimbin –  gehen. Dabei machten wir noch eine kleine Pause in Noosa, ein Ort am Strand, der komplett das Gegenteil von Nimbin ist. Ein Schicki – Micki Strand, wo die oberen 10.000 ihre Strandhäuser hinsetzen. Die Schönen und Reichen haben sich aber, so wie es sich gehört, einen tollen Ort zum gediegenen Ausruhen ausgesucht. Denn Noosa ist wirklich schön und der Sonnenuntergang, den wir dort erlebten, war wie von den Reichen bestellt :P . Als wir dachten, dass der Sonnenuntergang vorbei sei, fuhren wir auch weiter, wir wollten ja nicht dort übernachten, denn wir wären dort wohl etwas fehl am Platz gewesen, in unserem Gammel-Look. Als wir aber aus Noosa rausfuhren merkten wir, dass wir falsch gedachten hatten. Der Sonnenuntergang war längst nicht zu Ende.  Die Sonne lag unterhalb des Horizonts und strahlte ganz viele kleine Tüpfchenwölkchen an, sodass wir plötzlich einen feuerroten Himmel über uns hatten, den wir so noch nie erlebt haben. Das Foto sagt alles! (Wir haben die Farben wirklich nicht manipuliert!!!). Wir übernachteten irgendwo im Nirgendwo, wie schon so oft, und am nächsten Tag ging es weiter nach Nimbin.

Dieser Ort ist ein buntes Hippie- Dorf, mitten in den Bergen, das aber aufgrund seiner Hippieattitude viele Touristen anzieht, weshalb manches auch etwas aufgesetzt wirkt. Nichtsdestotrozt war es ein interessanter Besuch. Als erstes suchten wir einen Platz zum „Semilegal“ schlafen. Im Dorf fanden wir aber keinen Platz, der unauffällig genug war – obwohl unser Bus eigentlich perfekt für diesen Ort getarnt war ;) –  also fuhren wir raus aus der Ortschaft. Rechts und Links gab es nur landwirtschaftliche Flächen. Plötzlich sahen wir eine breite Einfahrt zu einem Landhaus. Diese war breit genug um dort unser Auto zu Parken und eventuell sogar noch ein kleines Zelt aufzubauen, ohne den Besitzer zu stören. Um kein Ärger zu kriegen, endschieden wir trotzdem den Besitzer zu Fragen ob es ok wäre dort zu unser Lager aufzuschlagen. Die zwei hübschen Italienerinnen (sie wurden rein zufällig ausgewählt… ;) ) machten sich auf den Weg und kamen mit einem fröhlichen dreinschauenden älteren Herren zurück, der sich natürlich auch als ITALIENER entpuppte. Nett und freundlich wie er war, bot er uns an, in seinem Garten zu Campen! Nachdem wir unser Schlafproblem gelöst hatten, machten wir uns im Dunkeln zu Fuß, die Landstraße entlang zum Dorf. Das Dorf war nachts eine Geisterstadt mit ein paar komischen Gestalten auf den Straßen, die einem so „Hippie- Zeug- für- den- Eigenbedarf“ andrehen wollten, da wir aber auch noch zurück finden wollten, haben wir lieber die Finger davon gelassen ;) .  Am nächsten Tag war Nimbin wie verwandelt! Die nächtliche Stimmung hatte sich aufgelöst und der Ort hatte sich zu einer Tourismushochburg verwandelt. Nach einem langen Sparziergang und einem ausgedehnten Frühstück in unserem Bulli im Ortzentrum endschieden wir weiterzufahren.

Wobei wir uns fragten: Warum haben die Touris von uns nur so viele Fotos gemacht – ein knallbunter Bulli mit 5 Personen, der Fahrer Rastas bis zum Hintern und nettes Campingfrühstück im Ortskern… was ist denn daran ungewöhnlich?


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