Arequipa

19 09 2008

Unsere 5 stuendige Fahrt von Puno nach Arequipa war dank Cruz del Sur, der Buslinie, sehr angenehm. Es gab lecker essen und wir haben “der Graf von Monte Christo gesehen”. Wir sind zwar im dunkeln angekommen aber ein vertrauenserweckender Taxifahrer hat uns zu einem netten Hotel in der City, gerade mal eine Strasse entfernt von der Plaza, gebracht. Wir hatten sogar mal fuer eine Nacht bequeme Betten… juhuuu… leider mussten wir noch das Zimmer wechseln, weil die Muelleimer noch rand voll waren… die Reinigungskraefte haben anscheinend nicht so gute Arbeit geleistet…

Aber nun zu Arequipa, einer wirklich sehenswerten Stadt. Diese Stadt ist gepraegt von der alten Kolonialbebauung der Spanier, was in dieser vom “Modernitaets”- Wahn infizierten Kultur sehr sehr selten ist. Diese Bebauung, die vor allem mit Hilfe des hier vorkommenden weissen Vulkangesteins errichtet worden ist (deswegen auch der umgangssprachliche Name “die weisse Stadt”) und ihre direkte Randlage zum Vulkan Misti gibt dieser Stadt ihr besonderes Flair. Ihre Hauptattraktionen sind die unzaehligen Kirchen und Kloster, die an jeder Ecke zu finden sind… schliesslich braucht auch jeder neue Bischoff auch seine eigene kolossale Kirche… Herausragend sind hierbei die Kathedrale, deren Baustil sich von den meisten im barocken Stil errichteten peruanischen Kathedralen abhebt und das Nonnenkloster “Santa Catalina”. Dieses Kloster ist fast ein eigenes kleines Dorf fuer sich. Es besteht aus unzaehligen Strassen und Plaetzen und die verschiedenen Raumlichkeiten, die noch bis in die sechziger Jahre bewohnt wurden, koennen besichtigt werden. Es ist wie eine eigene kleine Welt, weil die Nonnen bis zur zur Mitte des letzten Jahrhunderts keinen Kontakt (nur Miniminiminimal :( ) zur Aussenwelt haben durften. In den 70er Jahren hat ein Architekt dieses Kloster besucht und war von der Bauweise so begeistert, dass er die Kirchenoberhaeupte ueberzeugt hat dieses Kloster als Museum der Oeffentlichkeit zugaenglich zu machen. Ausser die ganzen Kirchen und Haeuser zu bestaunen und ein bisschen rum zu spazieren haben wir lecker gegessen und Kaffee getrunken bis unserer Nachtbus nach Nazca abfuhr.

 

P.S.: Dieser Text entstand waehrend unseres vierstuendigen Aufenthaltes am limaer Flughafen, weil unser Flug nach Buenos Aires eine saftige Verspaetung hatte… neue Abflugzeit 02:40 nachts… Uebrigens: am Flughafen kostet das Internet das siebenfache von dem, was man hier normalerweise verlangt, aber wir konnten die Bilder etwas kleiner machen :)








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