Teil 3 von “Buenos Aires” bilden die letzten 2 Tage unseres Aufenthaltes, der eigentlich viel zu kurz ausgefallen ist…
Am vorletzten Tag wollten wir es, mit der weisen Vorraussicht dass wir Abends noch eine Tango- Show besuchen würden, etwas ruhiger angehen lassen. Wir sind also in ein Stadtviertel gefahren in dem viele Junge Designer zu Hause sind und ihre Sachen an den Mann oder die Frau bringen wollen… leider waren die meisten Dinge für Studenten eher unerschwinglich. Deswegen hakten wir die Aussicht auf Unikate schnell ab und wandten uns anderen interessanten Fleckchen zu… So liegt in diesem Stadtviertel beispielsweise einer der größten und meistbesuchten Friedhöfe des Kontinents. Außerdem ist er für Mitteleuropäer sehr ungewöhnlich, da hier wie im Großteil Südamerikas, die Toten nicht unter die Erde kommen sondern in Gebäuden auf dieser “beerdigt” werden… insofern man dieses Wort dann noch gebrauchen kann… Diese Gebäude, durch deren Fenster man teilweise die Särge sehen kann, erzeugen bereits tags über eine solche Stimmung, dass man beim kleinsten Anzeichen von einsetzender Finsterniss die Flucht ergreift
… Eine Erklärung für die dennoch auftauchende Menge großer Besucherströme ist nicht in unbedingt in der Vielzahl der Gräber zu sehen, sondern in der Popularität der Beigesetzten. So liegt hier zum Beispiel die wohl bekannteste Argentinierin überhaupt begraben: Evita Peron. Trotz des morbiden Flairs kann man diesem so seltsamen und beängstigendem Friedhof eine gewisse “Schönheit” nicht absprechen, was ihr ja auch den Fotos entnehmen könnt.
Nach diesem Besuch sind wir noch ein bisschen durch die umliegenden Parks bis hin zur großen Bibliothek spaziert, deren Anblick uns vor allem im Vergleich zum Rest der Stadt so geschockt hat (negativ!), dass wir euch ein Foto dieser hier vorenthalten müssen… Das Wort Bausünde wurde nur für dieses Objekt geschaffen!
Zwischen Spazieren und Tango wollten wir uns noch das älteste Kaufhaus der Stadt anschauen und natürlich noch ein bisschen shoppen… das war ja schließlich viel zu kurz gekommen
… Also ab in die U- Bahn und siehe da, von der U- Bahn Station führt ein Gang direkt in das Kaufhaus… Unglaublich wie solche Kaufhäuser hier in Argentinien aussehen, eher wie Kirchen, mit der ganzen Deckenbemahlung und dem ganzen Pomp! … Leider müssen diese schönen Gebäude auch finanziert werden, was die vorzufindenden Preise erklären könnte… dennoch hat Willi wieder die ein oder andere billige CD gefunden…
Abends bekamen wir dann unsere Tango- Show, die wir so lange gesucht hatten. Es nicht nähmlich nicht so einfach hier eine solche zu finden, ohne direkt ein Essen für 50 Dollar dazu buchen zu müssen… Aber dank der eifrigen Hostelhilfe haben wir dann eine sensationelle Show im “Senior Tango” genossen, von welcher wir euch leider auch keine Fotos bieten können, da es verboten war solche zu machen… was in anbetracht der Tatsache, dass auch Pferde “mitgetanzt” haben, durchaus verständlich ist… Wenn wir jedoch ehrlich sind, waren sowieso zu fasziniert, um irgendwelche Aufnahmen zu machen… Es hat von der Lifeband über die Gesangseinlagen und Show bis hin zum Tanz alles gestimmt
…
Nachdem wir also ziemlich spät zu Hause angekommen waren schliefen wir uns erst mal gehörig aus und begleiteten Riki dann zu ihrem Reittraining. Wir schauten ihr ein wenig zu und wenigstens Willi verhielt sich völlig unangebracht wie ein Fan der bei jeder übersprungen Hürde aplaudierte
… Den Rest der Zeit liefen und spielten wir uns mit Rikis Hund Felipe kreuz und quer durch die Parkanlagen der Stadt, die im Viertel “Palermo” liegen… ein schöner gemütlicher Abschluss unseres Buenos-Aires Aufenhalts…
P.S.: Auf unserer Rückreise von Buenos Aires nach Cochabamba hatten wir einen 8 stündigen Aufenthalt in Santa Cruz, den wir dann enfach zur Stadterkundung genutzt haben… dazu bald mehr…




























