Copacabana und der Weg dahin…

11 09 2008

Nach langer Wartezeit kommt nun endlich der nächste Eintrag :)  .

Also über Copacabana selbst gibt es eigentlich wenig zu berichten, viel interessanter war der Weg von La Paz dorthin. Nach nur wenigen Minuten erreicht man nähmlich den Titicaca See und umfährt diesen dann auf dem Rest der dreistündigen Fahrt. Für Informationen zum Titicaca- See bitte hier klicken (das ist mal service ;) ). Während dieser Umrundung des Sees sprach Jochen die Möglichkeit an, aus der im See auftauchenden Pflanze Totora (eine Art Schilf) Zielscheiben für seine Bogenschiesseinlagen anzufertigen. Also hielten wir unterwegs an einer kleinen Ansiedlung, wo aus diesem Material Boote und Touristen- Krims- Krams hergestellt wird. Während die Fachleute nun also diskutierten, wurde ganz nebenbei erwähnt, dass das Boot mit dem einst ein verrückter Norweger den Atlantik überquert hat, auch dort hergestellt wurde. In einer miniversion eines solchen Bootes sind wir in der späteren Reise auch noch gefahren, aber dazu dann in einem anderen Eintrag mehr. 

Um nach Copacabana zu gelangen ist es nötig, den Titicaca See an einer Engstelle zu queren. Hier setzt das typische unkonventionelle  südamerikanische Prinzip ein, den ÖPNV in möglichst kleinen Einheiten abzuwickeln. Also musste Jochen mit dem Auto auf ein 2 PKW- fassendes Bötchen und wir drei anderen fuhren in einer 10 Personen Gondel über den unfassbar blauen und kalt aussehenden Titicaca See. Natürlich gab es circa 20 bis 30 Boote die alle kreuz und quer nebeneinander her und voreinander störend  herumfuhren…. ;)

Danach ging es aber ganz schnell weiter mit der Fahrt und die Aussicht über den See wurde immer Atemberaubender. An einigen Stellen ist bis zum Horizont nur See auszumachen und an anderen ragen im Hintergrund schneeberdeckte 5000 m hohe Berge hervor…  ein unglaubliches Schauspiel…

Copacabana zeichnet sich eigentlich dadurch aus, dass es das Drehkreuz aller Touristen zwischen Peru und Bolivien ist und das man von hier aus mit einer kleinen Fähre zur Isla del Sol gelangen kann. Es ist also ein Dörfchen mit vielen vielen Touristen, Restaurants, Hostels und Reisebüros.

Am nächsten Tag kurz vor unserer Weiterfahrt nach Peru und nach dem wir bereits von der Isla del Sol, auf der wir übernachtet haben, zurück gekommen waren, begaben wir uns jedoch zum Hauptplatz und stellten fest, dass der Ort auch eine wunderschöne Kirche zu bieten hat. Witzigerweise ware an diesem Tag auch eine Art Pilgerfest, an dem Taxi-, Bus- und LKW- Fahrer zu dieser Kirche pilgern um sich und ihre Auto segnen zu lassen damit sie die nächsten Fahrten heil überstehen… sie denken dann anscheinend, dass sie nicht mehr vorsichtig fahren müssen :)

 

Wie gerade schon erwähnt, haben wir eine Nacht auf der Isla del Sol verbracht. Diesem unvergleichlichen Erlebnis wollen wir aber einen Extraeintrag gönnen, da es dort viel zu schön war um das hier jetz nur ganz kurz abzuhandeln.

P.S.: Das rote Auto auf dem Bötchen ist unser Gefährt und der Mann davor ist Jochen…








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