Osterausflug | Great Ocean Road | Tage 4 & 5

25 04 2010

Nach der luftig kühlen Bank- Nacht hatten wir dann eine längere Fahrt nach Mount Gambier vor uns. Wir hatten von einem alten friedlichen Vulkan gehört, der mittlerweile ein See soll (und kein Ascheauspupser, wie andere die in Europa Ärger verursachen)…

Vorher wollten wir aber natürlich noch die 12 Apostels anschaun, die wir am Vortag nicht geschafft hatten. Irgendwie fanden wir den Aussichtspunkt nicht auf anhieb, aber bei der Suche stießen wir auf 2 weitere schöne Strände/ Buchten. Da wir dann letztendlich aber auch die Apostels gefunden haben, sahen wir im Endeffekt die folgenden 3 Küstenabschnitte:

  1. Gibson Steps – Man läuft viele Stufen bis zum Strand und der ist wirklich unvergleichlich… ein Muschelparadies… yippiehh endlich Mitbringsel gefunden
  2. Loch Ard Gorge (wie auch immer man das ausspricht) – eine Bucht in der man den Rest seines Lebens verbringen will wären da nicht die wandelnden Geister des versunkenen Schiffes aus dem Jahre 1878… im übrigen überlebten 2 Passagiere damals und retteten sich in die Bucht… da die beiden jung und hübsch waren versuchten die Zeitungen damals daraus eine Titanic Lovestory zu machen… aber Sie erklärte “kein Interesse”…
  3. Twelve Apostels – sollten eigentlich aus 12 Sandsteingebilden im Meer bestehen… waren aber  irgendwie nur 8!… die Sandsteinformationen brechen nähmlich leider durch Erosionen immer mehr weg… genau wie Akkulaufzeiten unsere Kameras. Das schlechte am Wild Campen ist nähmlich das man nirgendwo Strom herbekommt! Genau bei der Hauptattraktion hatte wir beide keinen Akku mehr auf unseren Kameras. Haben aber für euch ein Foto mit Willis Handy gemacht (endschuldigt daher die Bildqualität…)

Dann machten wir uns auf die 2,5 Stunden fahrt nach Mount Gambier was wohlgemerkt im nächsten Bundesstaat South Australia liegt. Auf dem Weg dahin machten eine kurze Pause im Paradies. – CHEESEWORLD – Eine riesen Käse-/ Milchfabrik in Warrnambool. Hier gabs Käseverkostung, selbstgemachtes Eis und ein kleines Museum.

Zu Mount Gambier gibts eigentlich nur 2 Sachen zu sagen: es gibt hier einen verdammt unfassbar irre blauen See (im Vulkan) der verdienter Maßen “Blue Lake” heißt und – man höre und staune – freie Campingplätze. Wir sollten also in unserer letzten Nacht auf einem richtigen Campingplatz schlafen.

Der letzte Tag begann regnerisch, aber wir wollten ja eigentlich nur die 7 Stunden zurück nach Melbourne fahren. Auf dem Weg dahin machten wir aber wieder 3 kleine Zwischenstops. Der erste wieder mal in “Cheeseworld”, der zweite bei ein paar netten Emus und der dritte dann im 2 höchsten Baumwipfelpfad der Welt im Ottways National Park”, also wieder im Regenwald Autraliens… aber auch diesmal gabs keine Schlangen :( … dafür aber einen Monsterturm mit 45m der relativ stark mit dem Wind wankte… also nichts für Höhenängstler… wa, Frau Wendt…

Am Ende kamen wir müde aber sehr sehr glüchlich in Melbourne an… denn die Fahrt war schön und endlich konnten wir wieder in richtigen Betten schlafen…





Osterausflug | Great Ocean Road | Tag 3

24 04 2010

Am nächsten Morgen brachten wir erst mal deutsche Traditionen nach Australien und versteckten für jeden ein Schoko- Ei im Wald… Nach dem Suchen hatten wir dann wahnsinns Osterfrühstück mit dem wir uns für unsere kleine Wanderung stärkten. In der Nähe von Lorne gibts nähmlich die sogenannten Erskine Falls (also Wasserfälle) zu denen man ca. 1,5 Stunden braucht. Der Weg führte uns durch australischen Regenwald… alles so grün und feucht hier… Dort angekommen, stellten wir fest das man da auch mit dem Auto hinfahren kann :(   aber der Fußmarsch hatte sich bei diesem Anblick trotzdem gelohnt… wunderschön! Nur Andrea war ein bisschen traurig, da sie nicht die ihr versprochenen Schlangen (siehe Warnschild) gesehen hat. Dafür gabs aber rot/grüne Papageien… leider kein Beweisfoto…

Nach dem Rückmarsch wollten wir dann zu einer Steinformation, den 12 Aposteln fahren und das wollten wir bis zum Sonnenuntergang schaffen… Es gelang uns nicht… wir haben uns von der Tierwelt Australiens ablenken lassen!

Wir fuhren also erst nach Kenneth River, da man uns im Informationsbüro gesagt hatte, dass es da KOALAS zu sehen gibt… Mit drei Mädels im Auto war das ein Muss. Die Dinger sind aber leider sehr schwer zu finden in den Bäumen (zumindest für Willi), aber Gott sei Dank hatte Andrea eine Spürnase für die Faultiere… ob das wohl zusammen hängt :) … auf jeden Fall haben wir sehr viele sehen können. Direkt nach unserem Kontakt mit den Koalas hüpfte dann auch direkt ein Känguru an uns vorbei… das Willi gerade noch so mit der Kamera erwischte… Quasi 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen…

In dieser von Glück erfüllten Stimmung im Auto waren wir dann auch bereit den Sonnengang an einer anderen Stelle zu bewundern. Wir glauben, wir haben da einen Glückstreffer gelandet… wie ihr sehen könnt!

Schlafmöglichkeiten waren wieder mal nur schwer zu finden… da sich die große Truppe nun in 2 kleinere getrennt hatte konnten wir aber auch mal einfach auf bzw. unter einer Bank schlafen :) Die beiden Italienerinnen hatten das Vergnügen im Auto zu schlafen… Zumindest hatten wir von der Bank aus einen schönen nächtlichen Ausblick

P.S.: Uns fällt gerade ein…der Tiertag begann schon in Lorne… dort fliegen nähmlich die prächtigsten Kakadus ganz normal durch das Dörfchen…





Osterausflug | Great Ocean Road | Tag 2

13 04 2010

Am nächsten Morgen mussten wir nachdem wir zu dritt in einem Kleinwagen geschlafen hatten erst mal die Knitterfalten aus unseren Gesichtern herausmassieren. Genau deswegen gingen wir dann erst mal auf Zeltsuche. Leider gestaltete sich das komplizierter als gedacht und veranschlagte deshalb den ganzen Vormittag (Wir waren aber erfolgreich: ein 2 Personen Zelt für unglaublich günstige 25 australische Dollar).

Anschließend gings zum großen Surfwettbewerb/ -festival am Bells Beach. Wir kamen leider etwas spät an und verpassten knapp den Finallauf der peruanischen Supersurferin Sofia Mulanovich, aber wir konnten zur Freude unserer zweiten Mitreisenden Marta ein paar knackige Surfer bei der “Arbeit” begutachten. Natürlich gabs auch jede Menge Musik, Schnickschnack und Armbändchen wie bei einem Festival so üblich :)

Am späten Nachmittag fuhren wir dann in Richtung unseres zweiten Zieles Lorne. Auf Weg stoppten wir einige Male um die Küste zu bestaunen. Ein Stop wurde sogar durch einen wunderschönen Leuchtturm versüßt, der auch schon in einigen Filmen als Kulisse diente.

In Lorne angekommen, haben wir erst mal etwas zu essen gekauft und Übernachtungsmöglichkeiten gesucht. Das zweitere stellte sich wiedermal als unmöglich dar, wenn man bedenkt dass auf die 900 Einwohner von Lorne zu Hochzeiten wie z.B. Ostern ca. 15.000- 20.000 Touris kommen. Also ab in den Wald und Wild campen! Wir fanden wieder eine Nette Stelle für PicNics die sogar offene Feuerstellen hatte. Hier weihten wir das 2 Personen Zelt mit 3 Personen ein, war aber viel bequemer als das Auto ;)

P.S.: nach 2 Tagen ohne Dusche, fanden wir Lorne, direkt am Strand, öffentliche Duschen. Eigentlich kosten hier 3 Minuten 1 Dollar. Es funktioniert wie ein Automat… Geld rein Wasser marsch… aber irgendwie waren die kaputt… Willi bekam 7 minuten für den Dollar und Andrea kam ganz Umsonst davon… mhmm, da rochen wir lecker…





Osterausflug | Great Ocean Road | Tag 1

10 04 2010

Lange nichts mehr gehört von uns? Wir haben uns ein paar Tage Urlaub über die Osterferien gegönnt!

Unser Reiseziel: Die Südküste Australiens oder auch die “Great Ocean Road“.

Da die Reise insgesamt 5 Tage dauerte und wir gaaaanz viele Fotos gemacht haben und es Unmengen zu erzählen gibt, teilen wir alles in 5 kleine  Häppchen auf, die leicht verdaulich sind… nun direkt zu Teil 1….

Wir haben uns zusammen mit 2 Italienerinnen mit denen wir fas immer rumhängen ein Auto gemietet und sind dann einfach mal am Freitag losgefahren… aber immer schön auf der linken Seite!!! Es hat sich dann sogar noch ein zweites Auto angeschlossen (Insassen: 1 deutscher, 1 Malaye, 1 Französin, 1 Amerikaner)… also alles in allem eine bunte Truppe…

Der Trip begann direkt mit einem Highlight. Wir ließen unsere Karte anscheinend auf dem Autodach liegen, da wir während der Fahrt feststellten das sie irgendwie abhanden gekommen war und Marina (Italienerin Nr.1) meinter sie hätte beim losfahren “irgend etwas” runterfallen sehen… wundervoll… Trotzdem sind wir an unserem ersten Ziel Torquay angekommen. In Torquay gibts hauptsächlich 3 Dinge: Strände, Surfer und Läden mit Surferklamotten (bekannte Marken wie Rip Curl oder Quicksilver wurden hier gegründet). Diese drei Sachen reichen aber um hier einen angenehmen Aufenthalt zu haben, weil alles ganz r e l a x e d ist. Viel relaxder wäre es aber gewesen wenn wir nicht direkt am ersten Tag am örtlichen Supermarktparkplatz von irgendeinem voll Penner-Deppen-Arsch einen 40cm langen Kratzer direkt an der Fahrertür hingenagelt bekommen hätten (das wird sich jetzt auch auf die Urlaubskasse auswirken… gestern wurde uns gesagt das wir wohl mit 500 Australischen Dollars rechnen müssen :( ). Wir haben uns die Reise trotzdem nicht versauen lassen.

Außer dem ausgedehnten Strandspaziergang haben wir eigfentlich nicht so viel gemacht (es war viel zu Windig um Baden zu gehen). Stattdessen haben wir uns lieber um eine gute Übernachtungsmöglichkeit bemüht. Was angesichts der Tatsache das wir kein Zelt hatten obwohl wir Campen wollten etwas erschwert wurde (die Mädels wollten am Abreisetag ein  Zelt kaufen… es war aber KARFREITAG). Ein bisschen außerhalb von Torquay fanden wir dann aber eine feine Stelle zum Semi- legalen Übernachten. In Australien sind öffentliche Barbequeplätze an jeder erdenklichen Stelle vorhanden und jeder der Lust hat kann sich dort gemütlich mit seinen Freunden etwas grillen und die Zeit genießen. Genau so etwas fanden wir ein bisschen abgelegen von Häusern und Hauptstraßen und das nutzten wir schamlos aus. Neben der Grillmöglichkeit bot uns der Platz noch folgendes: einen Spielplatz (unter dessen Brücke man gut schlafen konnte), überdachte Essmöglichkeiten (ebenfalls guter Schlafplatz: auf dem Tisch), einen Parkplatz (letzte Schlafmöglichkeit: im Auto) und sogar Damen-, Herren- und Behindertenklo. Also grillten wir zum Abendbrot mit einem wunderschönen Sonnenuntergang und hatten am Ende sogar eine kleine Mondschein-, Sternschnuppen- Tischparty  (siehe Fotos)… um am Ende schlafend unter Brücken/ auf Tische / in Autos zu fallen…

P.S.: Wir sahen außerdem unser erstes Australisches Wildtier: ein recht großes Possum.








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