Puno

15 09 2008

Am Tag unserer Rueckkehr von der Isla del Sol drangen wir dann also, nach der Besichtigung der Kirche von Copacabana, in peruanisches Teritorium vor. Die Grenze liegt nur eine handvoll Minuten von Copacabana entfernt, weswegen wir direkt nach dem Einsteigen in den Bus auch direkt wieder aussteigen mussten (man passiert hier die Grenze zu Fuss…). Was uns sehr ueberraschte war die Tatsache, dass uns der bolivianische Grenzbeamte trotz fehlender Aufenthaltsdauer im Visum ohne Murren passieren liess und uns nicht noch irgendeine Gebuehr rausleierte…

In Puno kamen wir dann kurz vor Sonnenuntergang an, sodass wir uns noch mit Hilfe des Tageslichtes ein halbwegs gescheites und billiges, wenn auch dunkles und kleines, Zimmer suchen und ein wenig die Stadt erkunden konnten. Um die 2 Monumentalbauten mal direkt abzuhaken: die Kirche sieht eher aus wie eine sowjetische Mondrakete aber die Kathedrale ist wirklich schoen. Was jedoch ueberrascht ist, dass es in dieser eher kleinen peruanischen Stadt (siehe auch hier) eine relativ grosszuegige Fussgaengerzone gibt… sowas haben wir hier in suedamerika noch nie gesehen… da schlaegt das Stadtplanerherz doch sofort hoeher :) … Und am Abend gab es dann auch direkt den ersten peruanischen Schmaus… que rico (wie lecker)…

Der naechste Morgen war dann fuer die eigentliche Hauptattraktion Punos vorbestimmt. Die Uros, eine Art schwimmendes Dorf eines Hochlandvoelkchens auf dem Titicaca See. Dieses 4000 Seelen umfassende aus einer Vielzahl von Inseln bestehende Dorf ist, auf dem bereits in frueheren Eintraegen erwaehnten Totora Schilf, errichtet worden. Dieses Schilf schlaegt sozusagen Wurzeln im Wasser, weswegen es schwimmt. Dann werden einfach mehrere dicke Stuecken mit Seilen aneinander gezurrt und darauf lebt dann eine jeweils eine kleine Gemeinschaft von 4 bis 5 Familien, deren Hauptbeschaeftigungszweig mittlerweile neben dem Fischen vor allem der Tourismus ist. Man faehrt also auf eine dieser Inseln und deren Bewohner erklaeren dann wie sie das alles anstellen und verkaufen natuerlich auch noch ein paar touristengerechte Kleinigkeiten… Um dann auf eine andere dieser Inseln zu gelangen, auf der es sogar eine Art Hotel gibt :) , sind wir dann auf einem Totora- Boot gefahren, was bis heute von blosser Manneskraft angetrieben wird…

 

 

Sicher denkt ihr euch, dass das Leben auf den Uros total unpraktisch ist, weil man zum Beispiel keine grossen Feste mit vielen Menschen feiern kann… weit gefehlt… sie schnallen einfach ein paar Inseln aneinander und dann wird gefeiert (zum Beispiel bei Hochzeiten)… und wenn ihnen die Leute von der Nachbarinsel auf den Geist gehen, fahren/schwimmen sie mit ihrer Insel einfach an eine andere Stelle… das haben wir uns nicht ausgedacht, dass haben sie uns wirklich selbst erzaehlt… :)

Nach einem Fuerchterlichen Mittagessen (geht nie in Punos Vegetarisches Restaurant :) ) ging es fuer uns dann auch schon weiter nach Arequipa, und was es da so zu sehen gab gibts im naechsten Eintrag.








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