Die Karte

11 01 2009

Hier gibts jetzt endlich die versprochene Karte unserer Südamerika- Reise… Damit haben wir das ganze jetzt leider abgeschlossen :(   (Achtung Riesenkarte mit vielen Details … braucht etwas länger zum Laden!!!)

sudamerika-karte

Aber das bedeutet natürlich nicht, dass es in der Zukunft keine weiteren Südamerikareisen von uns geben wird ;)

Außerdem kommt bald auch ein Eintrag eines Tages- Trips nach Luxembourg… Bis dann…





Nazca

23 09 2008

Die 9 Stunden Fahrt von Arequipa nach Nazca hätte nicht kürzer sein können, da wir diese Nachtfahrt fast komplett geschlafen haben. Ähnlich verschlafen war ach Nazca noch als wir 6 Uhr morgens dort eintrafen. Das schöne Hotel mit Pool und netter Gesamtanlage, dass wir uns schon vorher im Internet ausgesucht hatten, lag günstigerweise direkt gegenüber des Busterminals. Den Rest des Tages verbrachten wir dann mit chillen, nach den besten Preisen für die Nazcalinien suchen und am Pool sonnen. Abends haben wir uns dann noch im Maria Reiche Observatorim (Infos zu Maria Reiche hier entlang) die verschiedenen Theorien zu den Nazcalinien angehört. Ihr fragt euch sicherlich: “Warum haben die denn dort nicht mehr gemacht?” Die Antwort hierauf ist ist denkbar enfach: “Viel mehr gibts in Nazca einfach nicht !!!”

Nachdem Willi bereits eine unruhige Nacht verbracht hat, beschlossen wir am nächsten Morgen nach dem Frühstück eine Apotheke aufzusuchen. Auf dem Weg dahin gab er dann allerings alle in seinem Körper befindlichen Nahrungsmittel mitten auf der Strasse von sich! Nachdem Andrea ihn dann ordentlich mit Pillen volgestopft hatte, wollten wir wie geplant 11:00 Uhr die Nazca- Linien überfliegen. Zusammen mit einem netten Engländer mussten wir aber noch 4 weitere Stunden an verschiedenen Orten (Hotels und Flughafen) ausharren bis wir wirklich starten konnten. Ehrlich gesagt sind wir zu faul, euch jetz hier an dieser Stelle alle Theorien über die Nasza- Linien breit auszutreten, deswegen gibts hier einfach den Wikipedia- Link. Die Flüge in wackeligen 6- Mann Maschinen (inklusive Pilot) sind alles andere als touristenfreundlich und das einzige Ziel der Piloten scheint das “Wohlergehen” der Passagiere zu sein :) . Vier von Fünf dieser haben sich während des 20 minütigen Fluges übergeben, nur Andrea nicht… sie lief aber direkt nach der Landung aufs Klo und tat es den anderen gleich. Wir haben quasi 4 Stunden gewartet um 20 Minuten zu fliegen und 5 Minuten zu kotzen… dennoch ist es beeindruckend vom Himmel aus zu sehen, was diese Rillen im Boden für Gebilde Formen und man kann sich vorstellen wie überraschend es für die ersten Piloten gewesen sein muss, als sie diese entdeckten.

 

 

Am Nachmittag sind wir schliesslich mit gereizten und leeren Mägen nach Lima aufgebrochen.

P.S.: Die Computer in Buenos Aires verfügen wieder über die für die Umlaute nötigen Pünktchen :)





Arequipa

19 09 2008

Unsere 5 stuendige Fahrt von Puno nach Arequipa war dank Cruz del Sur, der Buslinie, sehr angenehm. Es gab lecker essen und wir haben “der Graf von Monte Christo gesehen”. Wir sind zwar im dunkeln angekommen aber ein vertrauenserweckender Taxifahrer hat uns zu einem netten Hotel in der City, gerade mal eine Strasse entfernt von der Plaza, gebracht. Wir hatten sogar mal fuer eine Nacht bequeme Betten… juhuuu… leider mussten wir noch das Zimmer wechseln, weil die Muelleimer noch rand voll waren… die Reinigungskraefte haben anscheinend nicht so gute Arbeit geleistet…

Aber nun zu Arequipa, einer wirklich sehenswerten Stadt. Diese Stadt ist gepraegt von der alten Kolonialbebauung der Spanier, was in dieser vom “Modernitaets”- Wahn infizierten Kultur sehr sehr selten ist. Diese Bebauung, die vor allem mit Hilfe des hier vorkommenden weissen Vulkangesteins errichtet worden ist (deswegen auch der umgangssprachliche Name “die weisse Stadt”) und ihre direkte Randlage zum Vulkan Misti gibt dieser Stadt ihr besonderes Flair. Ihre Hauptattraktionen sind die unzaehligen Kirchen und Kloster, die an jeder Ecke zu finden sind… schliesslich braucht auch jeder neue Bischoff auch seine eigene kolossale Kirche… Herausragend sind hierbei die Kathedrale, deren Baustil sich von den meisten im barocken Stil errichteten peruanischen Kathedralen abhebt und das Nonnenkloster “Santa Catalina”. Dieses Kloster ist fast ein eigenes kleines Dorf fuer sich. Es besteht aus unzaehligen Strassen und Plaetzen und die verschiedenen Raumlichkeiten, die noch bis in die sechziger Jahre bewohnt wurden, koennen besichtigt werden. Es ist wie eine eigene kleine Welt, weil die Nonnen bis zur zur Mitte des letzten Jahrhunderts keinen Kontakt (nur Miniminiminimal :( ) zur Aussenwelt haben durften. In den 70er Jahren hat ein Architekt dieses Kloster besucht und war von der Bauweise so begeistert, dass er die Kirchenoberhaeupte ueberzeugt hat dieses Kloster als Museum der Oeffentlichkeit zugaenglich zu machen. Ausser die ganzen Kirchen und Haeuser zu bestaunen und ein bisschen rum zu spazieren haben wir lecker gegessen und Kaffee getrunken bis unserer Nachtbus nach Nazca abfuhr.

 

P.S.: Dieser Text entstand waehrend unseres vierstuendigen Aufenthaltes am limaer Flughafen, weil unser Flug nach Buenos Aires eine saftige Verspaetung hatte… neue Abflugzeit 02:40 nachts… Uebrigens: am Flughafen kostet das Internet das siebenfache von dem, was man hier normalerweise verlangt, aber wir konnten die Bilder etwas kleiner machen :)





Puno

15 09 2008

Am Tag unserer Rueckkehr von der Isla del Sol drangen wir dann also, nach der Besichtigung der Kirche von Copacabana, in peruanisches Teritorium vor. Die Grenze liegt nur eine handvoll Minuten von Copacabana entfernt, weswegen wir direkt nach dem Einsteigen in den Bus auch direkt wieder aussteigen mussten (man passiert hier die Grenze zu Fuss…). Was uns sehr ueberraschte war die Tatsache, dass uns der bolivianische Grenzbeamte trotz fehlender Aufenthaltsdauer im Visum ohne Murren passieren liess und uns nicht noch irgendeine Gebuehr rausleierte…

In Puno kamen wir dann kurz vor Sonnenuntergang an, sodass wir uns noch mit Hilfe des Tageslichtes ein halbwegs gescheites und billiges, wenn auch dunkles und kleines, Zimmer suchen und ein wenig die Stadt erkunden konnten. Um die 2 Monumentalbauten mal direkt abzuhaken: die Kirche sieht eher aus wie eine sowjetische Mondrakete aber die Kathedrale ist wirklich schoen. Was jedoch ueberrascht ist, dass es in dieser eher kleinen peruanischen Stadt (siehe auch hier) eine relativ grosszuegige Fussgaengerzone gibt… sowas haben wir hier in suedamerika noch nie gesehen… da schlaegt das Stadtplanerherz doch sofort hoeher :) … Und am Abend gab es dann auch direkt den ersten peruanischen Schmaus… que rico (wie lecker)…

Der naechste Morgen war dann fuer die eigentliche Hauptattraktion Punos vorbestimmt. Die Uros, eine Art schwimmendes Dorf eines Hochlandvoelkchens auf dem Titicaca See. Dieses 4000 Seelen umfassende aus einer Vielzahl von Inseln bestehende Dorf ist, auf dem bereits in frueheren Eintraegen erwaehnten Totora Schilf, errichtet worden. Dieses Schilf schlaegt sozusagen Wurzeln im Wasser, weswegen es schwimmt. Dann werden einfach mehrere dicke Stuecken mit Seilen aneinander gezurrt und darauf lebt dann eine jeweils eine kleine Gemeinschaft von 4 bis 5 Familien, deren Hauptbeschaeftigungszweig mittlerweile neben dem Fischen vor allem der Tourismus ist. Man faehrt also auf eine dieser Inseln und deren Bewohner erklaeren dann wie sie das alles anstellen und verkaufen natuerlich auch noch ein paar touristengerechte Kleinigkeiten… Um dann auf eine andere dieser Inseln zu gelangen, auf der es sogar eine Art Hotel gibt :) , sind wir dann auf einem Totora- Boot gefahren, was bis heute von blosser Manneskraft angetrieben wird…

 

 

Sicher denkt ihr euch, dass das Leben auf den Uros total unpraktisch ist, weil man zum Beispiel keine grossen Feste mit vielen Menschen feiern kann… weit gefehlt… sie schnallen einfach ein paar Inseln aneinander und dann wird gefeiert (zum Beispiel bei Hochzeiten)… und wenn ihnen die Leute von der Nachbarinsel auf den Geist gehen, fahren/schwimmen sie mit ihrer Insel einfach an eine andere Stelle… das haben wir uns nicht ausgedacht, dass haben sie uns wirklich selbst erzaehlt… :)

Nach einem Fuerchterlichen Mittagessen (geht nie in Punos Vegetarisches Restaurant :) ) ging es fuer uns dann auch schon weiter nach Arequipa, und was es da so zu sehen gab gibts im naechsten Eintrag.





Isla del Sol

14 09 2008

Wie bereits erwaehnt haben wir einen halben Tag und eine Nacht auf der wunderschoenen Insel Isla del Sol im Titicaca See verbracht. Am Tag unserer Ankunft in Copacabana sprangen wir in letzter Sekunde noch auf das Boot auf, dass uns in einer anderthalb stuendigen Fahrt auf die Insel brachte. Kaum waren wir dort angekommen mussten wir unsere Sachen erst mal eine halbe Stunde ueber Stufen… viele Stufen… sehr viele Stufen… ins Dorf Yumani schleppen. Wir waren zu stolz (oder auch zu doof… man war das anstrengend auf 3500m Hoehe) das von einem Traeger erledigen zu lassen :) . Deswegen haben wir uns auch in das erstbeste Hostel begeben, was aber eine sehr gute Entscheidung war… dieser Blick… unschlagbar… im nachhinein mussten wir leider feststellen, dass die Aussage “warmes Wasser” nicht wirklich warmes Wasser bedeutet ;) .

Noch am selben Tag machten wir unseren Inselrundgang. Wir sahen die alten Inkaruinen, genossen die tausend Aussichten ueber den See und erlebten vom hoesten der Insel aus einen der schoensten Sonnenuntergaenge unseres Lebens. Der auch dadurch so schoen ist, weil die auf der gegenueberliegenden Seite der Sonne liegenden weissen Berge rosa leuchten. Man haben wir viele Fotos gemacht, schade dass wir nicht alle hochladen koennen… wir versprechen euch aber, dass wir euch hier die Schoensten zeigen…

Auf dem Rueckweg vom Sonnenuntergang haben wir uns dann fast verlaufen (man bedenke: hier gibts keine Strassenlaternen und wir hatten natuerlich auch keine Taschenlampe…), aber irgendwann waren wir dann doch am Ziel und haben sogar ein vegetarisches Abendessen am abgeschiedensten Oertchen der Welt bekommen. Danach stellten wir auf unserer Terasse fest, dass wir nicht nur einen tollen Blick auf den See, sondern auch auf den Himmel hatten. Der unglaublichste Sternenhimmel wartet hier auf Betrachter, sogar die Milchstrasse ist zum Greifen nahe. Weil die Sterne hier so hell leuchteten, wussten wir ploetzlich warum man hier keine Strassenlaternen braucht… Doof nur das man den Sternhimmel nicht wirklich fotografieren kann :( .

Am naechsten Morgen, nach einer eiskalten Nacht, mussetn wir uns leider schon wieder von der Insel verabschieden. Aber nicht ohne das Andrea unten am Hafen auffiel, dass sie etwas im Hostel vergessen hatte und wieder die Treppen hochlaufen musste… diesmal aber in 15 Minuten ohne Gepaeck, mit einem an die Hoehe gewoehnten Koeper und Zeitdruck :)

Schluss mit dem ganzen Blablabla… hioer die Bilder…

P.S.: Diesmal hatte die Tastatur auch keine Umlaute zu bieten, oder wir sind zu doof sie zu finden ;)





La Paz

7 09 2008

Um Andreas Familie und Freunde zu besuchen, haben wir beschlossen uns nach Lima zu begeben. Da Fliegen viel zu einfach ist und ausserdem Willi auch noch nicht so viel von Peru und Bolivien gesehen hat wollten wir das ganze mit dem Bus machen. Da aber Jochen so nett ist und er gerne Auto fährt (das tut er wirklich!) bot er an uns über La Paz bis nach Copacabana zu bringen. Also haben wir am 29.08. früh morgens unsere Sachen und Jochen und Isabell ins Auto gepackt und sind nach La Paz aufgebrochen. Wir mussten sehr früh loslegen, weil sich um eine Fahrt von circa 5 Stunden handelte. Allerdings führte dieses frühe Aufbrechen auch dazu, dass nicht so viele Bilder auf dem Weg nach La Paz entstanden sind (die Müdigkeit hat uns einfach übermannt….). Kurz vor dem Ende der Fahrt glitzerte uns jedoch der Kapitalismus vom Strassenrand aus an, was wir euch nicht vorenthalten wollten (wieder etwas Merkwürdiges auf einer südamerikanischen Strasse :) ). Mitten in der Pampa lagen schätzungsweise 100.000 leere Glas- Cola- Flaschen. Entweder fand ein Cola- Lastwagen hier sein Ende oder es handelt sich um die neuste Cola- Werbekampagne… ;)

Unser Aufenthalt in La Paz war leider sehr kurz, da wir am nächsten morgen bereits nach Copacabana aufbrechen mussten. Wir hatten also gerade mal einen halben Tag…. Diesen haben wir aber keineswegs sinnlos verstreichen lassen, sondern Jochen hat uns in einer privaten Stadtrundfahrt La Paz gezeigt. Zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten von La Paz, über dessen Höhenunterschiede ihr euch mal im Internet schlau machen solltet ;) , gerhörte auch Andreas alte Schule (wirklich eine Sehenswürdigkeit….). Macht euch ein Bild von der Stadt, durch die Bilder von der Stadt….haha was für ein Lacher, und der war nicht mal von Willi… :D








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